Das Rentenbank-Agrarbarometer Frühjahr 2026 zeigt ein gemischtes Bild der deutschen Landwirtschaft: Die aktuelle Stimmung hat sich weiter verschlechtert, der Ausblick bleibt verhalten, gleichzeitig bleiben Investitionen und Liquidität insgesamt auf einem robusten Niveau.
Das Barometer wird quartalsweise von Kynetec im Auftrag der Rentenbank erhoben und basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1.000 Landwirten und 150 Lohnunternehmen in Deutschland.
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Die aktuelle wirtschaftliche Lage trübt sich weiter ein
69 % der Landwirte bewerten ihre Lage als „befriedigend“ oder besser. Das ist deutlich weniger als im Frühjahr 2025 (83 %) und zeigt, dass sich die Stimmung im Jahresverlauf spürbar eingetrübt hat. Besonders schwach fällt der Ackerbau auf. Auch das Agrar-Geschäftsklima liegt mit -2,6 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit 2016. Hauptgründe für die negative Bewertung sind vor allem Betriebsmittelpreise, niedrige Verkaufspreise und die Agrarpolitik.
Beim Blick nach vorn bleibt die Stimmung negativ, verbessert sich aber leicht
Die Erwartungen für die kommenden zwei bis drei Jahre steigen etwas an, liegen mit -3,9 Punkten jedoch weiterhin klar im Minus. Vor allem Betriebe aus der Milchvieh- und Rinderhaltung blicken etwas optimistischer in die Zukunft, während Ackerbaubetriebe am skeptischsten bleiben. Positiv beurteilt wird die Zukunft vor allem dort, wo höhere Erzeugerpreise und ein gutes Betriebsmanagement erwartet werden.
Trotz der angespannten Lage bleibt die Investitionsbereitschaft hoch
71 % der Landwirte und 81 % der Lohnunternehmer haben in den vergangenen zwölf Monaten investiert. Für die kommenden zwölf Monate planen 55 % der Landwirte und 51 % der Lohnunternehmer neue Investitionen. Besonders investitionsfreudig sind Milchvieh- und Rinderhalter. Im Fokus stehen vor allem Maschinen, Stallbauten und erneuerbare Energien. Das durchschnittliche geplante Investitionsvolumen liegt bei Landwirten bei 263.500 Euro und bei Lohnunternehmern bei 263.200 Euro. Bei Landwirten liegt es damit über dem zuletzt realisierten Niveau, bei Lohnunternehmern dagegen darunter.
Auch die Liquidität bleibt insgesamt solide
Mehr als 80 % der Landwirte und Lohnunternehmer bewerten ihre betriebliche Liquidität als mittel bis sehr gut. Bei den Landwirten steigt der Anteil mit guter oder sehr guter Liquidität im Frühjahr 2026 erstmals seit März 2025 wieder leicht auf 42 %. Am besten wird die Liquidität weiterhin in der Milchvieh- und Rinderhaltung eingeschätzt.
Neben diesen Kernthemen zeigt das Barometer weitere Entwicklungen: CO₂-Bilanzen werden bislang noch eher selten erstellt, gewinnen aber an Bedeutung. 64 % der Landwirte sichern sich gegen negative Umwelteinflüsse ab, meist über eine Hagelversicherung. Bei der Tierhaltung planen 19 % der Betriebe in den nächsten zwei bis drei Jahren eine Umstellung auf höhere Haltungsformen. Und auch bei der Betriebsnachfolge gibt es Bewegung: 62 % der Betriebe ab 55 Jahren haben diese bereits geklärt, meist familienintern.
FAZIT: Für werbungtreibende Unternehmen bedeutet das:
FAZIT: Für werbungtreibende Unternehmen bedeutet das: Trotz schwächerer Stimmung bleibt der Agrarsektor investitionsstark. Besonders bei Maschinen, Stallbauten und erneuerbaren Energien bestehen weiterhin konkrete Investitionspläne. Wer jetzt mit relevanten Inhalten sichtbar ist, trifft auf Betriebe, die trotz Unsicherheit nach Orientierung, Wirtschaftlichkeit und praxisnahen Lösungen suchen.
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