Fazit
Junge Menschen fühlen sich von Algorithmen und Bubbles eingeschränkt (58 % Fremdsteuerung, 67 % Bubble-Gefühl). Sie nutzen Zeitschriften gezielt zur Entspannung (85 %) und stehen Printwerbung offener gegenüber als vielen Online-Formaten (60 % bevorzugen Printwerbung gegenüber Internet). ad-alliance.de
Wer junge Zielgruppen ernst nimmt, kommt an Print als starkem Partner im Zusammenspiel mit digitalen Kanälen nicht vorbei. Grundlage sind die Sekundäranalyse „Werbewirkung im Faktencheck: 7 Irrtümer auf dem Prüfstand“ von AOL4media aol4media.de und die AdAlliance-Studie „Print Love Story“ (2023).
Social Media als Stressfaktor, Print als Gegenpol
Viele junge Menschen empfinden ihre Social-Media-Nutzung als eingeschränkt:
- 52 % der Lesenden sagen: „Durch die Algorithmen kommt mir meine Social-Media-Nutzung fremdgesteuert vor“, bei den 14- bis 39-Jährigen sind es 58 %.
- 49 % fühlen sich „in einer Bubble“, bei den jungen Lesenden sogar 67 %.
Social Media wird damit gerade von Jüngeren zunehmend zur Stressquelle. Zeitschriften dienen bewusst als Ausbruch aus der Filterblase:
- 68 % der Lesenden sagen: „Zeitschriften bieten mir eine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Quellen“ (14–39 Jahre: 64 %).
Print liefert kuratierte Inhalte, klare Quellen und Einordnung – wichtig bei komplexen Fach- und B2B-Themen wie Landtechnik, Betriebsmitteln, Versicherungen oder Finanzierung.

Entschleunigung und „Safe Space“ für Werbung
Ein zentrales Motiv für Printnutzung ist Entschleunigung:
- 85 % der 14- bis 39-Jährigen sagen: „Beim Zeitschriftenlesen kann ich entspannen und einen Moment ganz für mich selbst genießen“ (Gesamt: 78 %).
Print steht für einen konzentrierten, störungsarmen Medienmoment. Das prägt auch die Haltung zur Werbung:
- 60 % der jungen Lesenden schauen sich Werbung in Zeitschriften lieber an als im Internet (Gesamt: 48 %).
Anzeigen werden weniger als Störung, sondern als Teil des Leseerlebnisses wahrgenommen – ein Vorteil für erklärungsbedürftige Produkte und Services.

Konsequenzen für die Mediaplanung
Die Studien widerlegen den Irrtum klar: Junge Zielgruppen sind nicht „digital-only“, sondern nutzen Print zusätzlich
- als Auszeit vom digitalen Rauschen,
- als bewusst gewähltes Medium,
- als Quelle für Tiefe, Vergleich und Orientierung.
Für Kampagnen bedeutet das:
- Print als eigenständigen Kontaktpunkt einplanen, besonders bei komplexen B2B- und Agrar-Themen.
- Gestaltung an den ruhigen Moment anpassen: klare Layouts, wenige starke Botschaften, beratende Tonalität.
- Digitale Kanäle anbinden: z. B. über QR-Codes zu Rechnern, Videos oder Detailinfos.
Fazit
Junge Menschen fühlen sich von Algorithmen und Bubbles eingeschränkt (58 % Fremdsteuerung, 67 % Bubble-Gefühl). Sie nutzen Zeitschriften gezielt zur Entspannung (85 %) und stehen Printwerbung offener gegenüber als vielen Online-Formaten (60 % bevorzugen Printwerbung gegenüber Internet). ad-alliance.de
Wer junge Zielgruppen ernst nimmt, kommt an Print als starkem Partner im Zusammenspiel mit digitalen Kanälen nicht vorbei. Grundlage sind die Sekundäranalyse „Werbewirkung im Faktencheck: 7 Irrtümer auf dem Prüfstand“ von AOL4media aol4media.de und die AdAlliance-Studie „Print Love Story“ (2023).
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Jonas Patzelt
jonas.patzelt@lv.de
Tel.: 02501 801 1790
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