„Anzeigen in Zeitschriften und Fachmedien bringen kaum Wirkung, also kann das Budget gleich vollständig in digitale Kanäle wandern“ – ein Irrglaube! Dennoch hört man diesen Satz in Marketingrunden bei Werbungtreibenden und Agenturen immer wieder.
Aktuelle Studien, zusammengeführt in der Sekundäranalyse „Werbewirkung im Faktencheck“ (zur Studie), zeichnen ein anderes Bild: Print wirkt – oft stärker, nachhaltiger und bewusster als viele digitale Formate. Und gerade im B2B- und Agrarumfeld entfaltet Print seine besonderen Stärken. Wir haben die Ergebnisse für Sie aufbereitet und leiten entsprechende Empfehlungen – speziell für die Erreichung landwirtschaftlicher Zielgruppen daraus für Sie ab.

Papier vs. Pixel? Wenn Botschaften wirklich hängenbleiben
Die Kombination aus haptischem Erlebnis, hoher Lesetiefe und einer attraktiven Zielgruppe macht Print zu einem besonders wirksamen Werbeumfeld:
- 64 % der Befragten erinnern sich besser an Informationen, die sie auf Papier gelesen haben.
- 74 % schätzen an Zeitschriften, dass sie sie in die Hand nehmen können – das Medium wird bewusst ausgewählt und genutzt.
- 70 % vermeiden beim Lesen von Print-Nutzungssituationen Nebentätigkeiten wie Second-Screen-Nutzung.
(Diese Werte stammen aus der Mediaanalyse b4p 2023, zitiert in der AdAlliance-Studie „Das kann nur Print“. ad-alliance.de)

Für Werbetreibende bedeutet das: Wer in Print wirbt, erreicht Menschen in einem selten gewordenen Moment echter Konzentration. Gerade bei komplexen, beratungsintensiven oder investitionsabhängigen Themen – also typisch Agrar: Technik, Betriebsmittel, Finanzierung, Versicherungen – ist diese Tiefe entscheidend, damit Botschaften nicht nur gesehen, sondern verstanden werden und im Gedächtnis bleiben.
Warum der Irrtum „Werbung in Print wirkt nicht“ so hartnäckig ist
Dass Print in der Diskussion oft schlechter wegkommt, liegt weniger an der tatsächlichen Wirkung, sondern an der Wahrnehmung:
- Digitale Kanäle liefern schnelle, präzise Zahlen (Klicks, Views, CTR).
- Print-Wirkung zeigt sich eher in Markenaufbau, Vertrauen, Entscheidungsunterstützung – Effekte, die langfristig wirken und nicht immer in Echtzeit-KPIs sichtbar sind.
Was heißt das konkret für Ihre Agrarwerbung?
- Starke Motive ausspielen: Gute Bilder, klare Headlines und strukturierte Argumentationen entfalten auf Papier ihre volle Wirkung,
Denken Sie Print immer im Mediamix:
Gerade in der Landwirtschaft, wo Vertrauen, Fachinformation und langfristige Investitionsentscheidungen eine große Rolle spielen, wäre es ein Fehler, Print aus dem Mediamix zu streichen. Die Frage lautet daher nicht, ob Sie Printwerbung einsetzen sollten – sondern wie Sie Werbung crossmedial so kombinieren, dass die gesamte Kampagne maximal davon profitiert.
Hinweis zur Studienbasis und Recherche:
Die inhaltlichen Aussagen und Kennzahlen stammen im Kern aus der Sekundärquellenanalyse „Werbewirkung im Faktencheck: 7 Irrtümer auf dem Prüfstand“ von AOL4media (Attraktivität der Print-Zielgruppe, Rolle von Aufmerksamkeit und Involvement) aol4media.de sowie aus der AdAlliance-Studie „Das kann nur Print“ bzw. der Mediaanalyse b4p 2023 (Zahlen zu Erinnerung, Haptikpräferenz und Second-Screen-Vermeidung). ad-alliance.de
Sie haben Fragen zur Studie oder zu weiteren Erkenntnissen aus der Marktforschung?
Kontaktieren Sie mich gerne:
Jonas Patzelt
jonas.patzelt@lv.de
Tel.: 02501 801 1790
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