Die Digitalisierung ist auf deutschen Höfen längst Alltag. top agrar schildert etwa in Ausgabe 02/2026, wie KI Unkrautroboter steuert, Herbizide punktgenau appliziert und Satellitendaten für Entscheidungsunterstützung nutzbar macht. Parallel entsteht mit dem KI-Reallabor Agrar in Osnabrück ein Versuchshof, auf dem KI-Technik im realen Betriebsumfeld getestet und für Praxis und Bildung aufbereitet wird.

Für Agrarunternehmen und Agenturen bedeutet das: Wer heute kommuniziert, bewegt sich in einer Branche, die sich sichtbar wandelt – und die nach Orientierung, Praxisbeispielen und verlässlichen Partnern sucht.

Bildquelle: Meusener, top agrar

Status quo: Die meisten Höfe sind schon digital

Laut top agrar gibt es rund 400 KI-Anwendungen mit Agrarbezug auf dem Markt. Die Befragung „So digital ist die Landwirtschaft“ zeigt: 90 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland nutzen mindestens eine digitale Technologie. Besonders verbreitet sind GPS-gesteuerte Landmaschinen (69 Prozent) und digitale Ackerschlagkarteien bzw. Kuh- oder Sauenplaner (68 Prozent); 46 Prozent arbeiten mit Farm- oder Herdenmanagementsystemen – ein deutlicher Sprung gegenüber 32 Prozent im Jahr 2022. 

Im Pflanzenbau rückt Präzision in den Fokus: 36 Prozent der Betriebe setzen teilflächenspezifische Düngung und 30 Prozent teilflächenspezifischen Pflanzenschutz ein. Sensorik nutzen rund 28 Prozent in Tierhaltung und Pflanzenbau, um Betriebsmittel zu sparen, Erträge zu sichern und Umweltauflagen besser zu erfüllen. 

In der Milchviehhaltung ist Digitalisierung besonders sichtbar: Melkroboter, Sensor- und Tracking-Systeme sowie Fütterungsautomaten liefern kontinuierlich Daten zu Tiergesundheit, Futtereffizienz und Leistung. (top agrar 02/2026),(Bitkom/DLG, 2024)


KI: Jeder zweite Betrieb denkt darüber nach

Fast jeder zweite Betrieb beschäftigt sich inzwischen mit Künstlicher Intelligenz: 47 Prozent prüfen Einsatzmöglichkeiten, 9 Prozent setzen KI bereits ein, weitere 38 Prozent planen oder diskutieren dies – bei Betrieben über 99 Hektar ist schon mehr als die Hälfte in irgendeiner Form mit KI befasst.  KI wird praxisnah eingesetzt – für Wetter- und Marktprognosen, Ernte- und Produktionsplanung, Pflanzenschutz, Tiergesundheit sowie Büro- und Verwaltungsaufgaben. Für Anbieter heißt das: KI ist kein abstraktes Buzzword mehr, sondern eng mit konkreten Aufgaben auf dem Hof verknüpft. (Bitkom/DLG, 2024)

Auch arbeitsmarktpolitisch überwiegt der Optimismus: KI-Experte Thomas Ramge bezeichnet KI in der Landwirtschaft als „nächste Stufe der Automatisierung“ und als Verstärker menschlicher Intelligenz – mit Potenzial, Entscheidungen zu verbessern und Büroarbeit zu entlasten, ohne pauschal Arbeitsplätze zu gefährden (top agrar 02/2026)


Was heißt das für Agrarmarken und Agenturen? Unsere Empfehlung:

  1. Vom Technik- zum Lösungspartner
    In Mediaplanung und Botschaften nicht Geräte oder Wirkstoffe in den Vordergrund stellen, sondern klar den gelösten Pain Point: „weniger Aufwand pro Hektar“, „weniger Verluste im Stall“, „weniger Bürokratie“. Werbemittel sollten diesen Nutzen visuell und sprachlich greifbar machen – mit klaren Vorher-/Nachher-Bildern statt Feature-Listen.
  2. Educational Content in relevanten Umfeldern
    In der Mediaplanung gezielt Umfelder wählen, in denen sich Landwirtinnen und Landwirte informieren. Formate wie Erklärartikel, How-to-Serien, Interviews oder Webinare in Kombination mit Anzeigen und Sponsoring platzieren. Werbemittel dabei so gestalten, dass sie Wissen anbieten („So rechnet sich …“, „Checkliste für …“).

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Jonas Patzelt
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