anna-lena hemker
Anna-Lena Hemker

Ich bin Social-Media-Expertin im Landwirtschaftsverlag und wurde kürzlich von einer Kundin angerufen, die mir erklärte, dass sie keine organischen Postings bei uns bucht, weil sie diese nie in ihrem eigenen Feed sieht.

In diesem Moment wurde mir wieder bewusst, dass nicht unser Produkt das Problem ist, sondern das fehlende Verständnis dafür, wie der Algorithmus von Facebook und Instagram wirklich funktioniert.

Facebook und Instagram sind keine digitale Litfaßsäulen, auf der jeder alles gleichermaßen zu sehen bekommt, sondern komplexe Systeme, die Inhalte nach Relevanz ausspielen – abhängig vom Verhalten, den Interessen und Interaktionen der Nutzer.

Größe allein entscheidet nicht.

Auch wenn ein Nutzer einer Marke,  wie zum Beispiel top agrar, folgt, bedeutet das nicht, dass er auch automatisch jeden Beitrag, der über diesen Account gepostet wird, sieht. Die Social Media-Plattformen entscheiden bei jedem Post neu, wem er angezeigt wird. Der Algorithmus bewertet dabei:

  • Beziehung: Wer häufig interagiert (Posts liked, kommentiert, speichert, Stories anschaut), bekommt mehr Inhalte der Marke im Feed. Wer seltener mit einer Marke / einem Account interagiert, sieht  in der Folge weniger. 
  • Interaktion: Beiträge, die bei den Followern gut ankommen und viele Interaktionen einsammeln,  werden weiter ausgespielt – auch an weitere Follower der Marke

Kurz: Die schiere Größe einer Community sagt erstmal nichts über die zu erzielende Reichweite eines organischen Postings aus. Engagement und Interaktion sind die Faktoren, die wirklich zählen.

Was Sie tun können!

1. Inhalte, die wirklich zur Community passen

  • Themenfokus: Praxisnah, fachlich relevant, mit klar erkennbarem Mehrwert für Landwirtinnen und Landwirte (z.B. Arbeitserleichterung, Ertrag, Tierwohl, Kosten).
  • Zielgruppe: Je klarer die Ansprache für eine bestimmte Gruppe ist (Ackerbau, Milchvieh, Schwein, Energie, Technik …), desto eher reagiert die Community

2. Interaktion fördern

  • Klare Call-to-Actions: Fragen stellen („Wie macht ihr das?“, „Wer hat Erfahrung mit …?“), kurze Umfragen, Abstimmungen in Kombination mit Stories.
  • Einfache, kommentierbare Inhalte: Entweder/Oder-Fragen, kleine Entscheidungen („links oder rechts?“, „Variante A oder B?“) senken die Hürde fürs Kommentieren.
  • Speicher- und Share-Anlass bieten: Checklisten, kurze Tipps, Versuchsergebnisse, Praxis-Hacks – Inhalte, die man speichern oder an Kollegen schicken will, sind Reichweiten-Booster. social-media-agentur.net

3. Format & Gestaltung optimieren

  • Thumbnails und Hook in der ersten Zeile: Die erste Zeile des Textes und das Motiv entscheiden, ob jemand stoppt oder scrollt.
  • Wenig „Werbesprech“, viel Nutzen:  also eher Praxisstory als Produktprospekt.

4. Selbst tätig werden („Traffic zurückfüttern“)

  • Weisen Sie über Ihre eigenen Kanälen (Instagram, Facebook, Website, Newsletter) auf das top agrar‑Posting hin und verlinken Sie es. Frühe Interaktion hilft, den Beitrag im Algorithmus zu pushen.

Wenn Sie möchten, können wir auf Basis Ihrer nächsten Kampagne gemeinsam ein Posting-Konzept entwickeln, das genau auf diese Algorithmus-Signale einzahlt.

Sprechen Sie mich an, ich bin gern für Sie da.

Anna-Lena Hemker
Tel. +49 2501 801-1710
E-Mail: anna-lena.hemker@lv.de

Lesen Sie auch:

Carousel-Anzeigen: Mehr sehen, länger bleiben, besser wirken
Erfolg messen, Engagement-Rate bei organischen Postings
Meine Tipps für Social Media-Posts

zurück